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Die Wirtschaftsjunioren führen monatlich eine Veranstaltung durch. Besichtigt wird entweder ein Betrieb im Bezirk der IHK Stade oder es wird eine Veranstaltung durchgeführt zu einem politischen Thema, wie zum Beispiel „Parteien vor der Wahl“. Zu jeder Veranstaltung erscheint ein Presseartikel um für die Sache der Wirtschaftsjunioren zu werben.

 

Besichtigung der sozialen Einrichtungen des DRK-Kreisverbandes
24-08-2009:
Dieser Frage gingen die Wirtschaftsjunioren im Rahmen ihres Besuches am 24. August 2009 bei den Schwingewerkstätten Stade nach.
Im Jahre 1976 eröffnete das DRK Kreisverband Stade e.V. in Stade die Pforten der Schwingewerkstätten. Ziel war es, Menschen mit geistiger, körperlicher und psychischer Behinderung nach ihren eigenen Möglichkeiten zu fördern und beruflich zu qualifizieren.

Trotz der Behindertenquote, die jedes Unternehmen erfüllen muss, kann die Lücke zwischen dem was der Arbeitsmarkt fordert und dem was die Behinderten an Fähigkeiten mitbringen nicht immer ausgefüllt werden. Genau diese Lücke schließen die DRK Schwingewerkstätten mit ihrer Arbeit.

Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt aufgrund ihrer Behinderung keine Chance hätten, finden hier die Möglichkeit, sich in verschiedensten Bereichen produktiv zu engagieren.

Im Wesentlichen handelt es sich bei den Schwingewerkstätten um einen Mischkonzern. Insgesamt 520 Behinderte aus dem Landkreis Stade werden je nach Fähigkeit in den unterschiedlichen Abteilungen der Werkstätten wie Großküche, Wäscherei, Tischlerei, Schlosserei, Druckerei, Montage, Hausservice und Garten-Landschaftsbau eingesetzt. Die Organisation und Anleitung der Behinderten erfolgt durch qualifiziertes Fachpersonal. Nur so ist gewährleistet, dass die hohen Ansprüche der Kunden auch erfüllt werden können. Unter den Auftraggebern finden sich regionale und überregionale Wirtschaftsunternehmen, die die Struktur und den Service der Schwingewerkstätten zu nutzen wissen. Einfache, manuell auszuführende Arbeitsgänge sind die Stärke der Werkstätten. Diese Arbeitsgänge sind teilweise generell nur manuell umsetzbar oder die maschinelle Durchführung lohnt sich erst ab bestimmten Abnahmemengen aufgrund der hohen Rüstkosten und vergleichsweise hohen Stundensätzen. Deshalb sind die von den Schwingewerkstätten angebotenen Leistungen so attraktiv. Zu den Kunden gehören namhafte Unternehmen wie Aldi, Lidl und Airbus.

Als eine der wichtigsten sozialen Einrichtungen im Landkreis Stade sind die Schwingewerkstätten in den letzten Jahren stetig gewachsen. Die Pläne für die nächste Erweiterung sind bereits fertig. Die Zusage des Landes für die finanziellen Mittel scheint nur noch Formsache zu sein.

Doch eigentlich geht es bei der Arbeit mit den Behinderten um viel mehr als um Produktivität, Umsatz- und Absatzzahlen oder Entlohnung. Die Beschäftigten sollen einen möglichst normalen Alltag leben – so wie ihre nichtbehinderten Familienmitglieder. Ziel ist es, ihnen eine Aufgabe zu geben, Erfolgserlebnisse zu vermitteln, sie unter Menschen zu führen, Freundschaften zu etablieren und gemeinsame Aktivitäten zu begleiten.

„Humanes Zusammenleben, Integration, braucht zuerst und vor allem Raum in den Köpfen und Herzen der Menschen“.
Richard v. Weizsäcker

Die hauptamtlichen Mitarbeiter der Schwingewerkstätten haben ihre Herzen sperrangelweit offen für diese so wichtige Arbeit an den Menschen mit einem kleinen Handicap. Davon konnten sich alle Wirtschaftsjunioren eindrucksvoll überzeugen.



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